Dieses Projekt wird von der Europäischen Union (EFRE) und dem Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) kofinanziert.

Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > Pressemeldungen > Thüringer Ausstellungshighlights 2017: Es luthert im ganzen Land

Thüringer Ausstellungshighlights 2017: Es luthert im ganzen Land

25.01.2017

Im Jahr des großen Reformationsjubiläums gibt es in Thüringen großartige Ausstellungen zu sehen. Martin Luther hatte hier einige seiner bedeutendsten Lebensstationen: im Erfurter Augustinerkloster legte er sein Mönchsgelübde ab, auf der Wartburg übersetzte er die Bibel ins Deutsche und im Südthüringer Städtchen Schmalkalden entstanden die Schmalkaldischen Artikel als wichtigste Grundlage des evangelisch-lutherischen Glaubens. Diese unmittelbare Nähe zur Person Martin Luther und dem reformatorischen Erbe wird nicht nur vielerorts mit Konzerten und szenischen Stadtführungen gefeiert, sondern auch in eindrucksvollen Ausstellungen präsentiert.

„Luther und die Deutschen“ in Eisenach

Eisenach gilt als ein Brennpunkt der Reformationsgeschichte und ist 2017 Teil einer Nationalen Sonderausstellung. "Luther und die Deutschen", so der Titel der umfangreichen Objektschau, zeigt vom 4. Mai bis 5. November die Entwicklung des Lutherbildes über die Jahrhunderte. Erstklassige Gemälde, wichtige Druckwerke und Originalmanuskripte sowie einzigartige Zeugnisse der Zeit reflektieren die fundamentalen Veränderungen in Kunst, Politik, Religion und Alltag. Die Wartburg selbst nimmt mit ihren geschichtsträchtigen Räumlichkeiten ebenfalls Exponatstatus ein. Medienstationen laden zum interaktiven Erlebnis ein und historische Nachbauten einer Einhebel-Druckerpresse, wie auch Gutenberg sie nutzte und des Reisewagens mit dem Luther auf die Wartburg kam, sorgen in den Burghöfen für ein atmosphärisches Raumerlebnis. Darüber hinaus gibt es im Lutherhaus, im Bachhaus und im Stadtschloss passende Ausstellungen zum Jubiläumsjahr: „Bach und Luther“ stellt die Verbindung zwischen Musik und Luthers Schriften am Beispiel der Lutherkantaten her (28. April bis 5. November), während im Lutherhaus das Thema „Ketzer, Spalter, Glaubenslehrer – Luther aus katholischer Sicht" im Mittelpunkt steht (13. April bis 5. November).

Zwei Ausstellungen in Erfurt

Als geistige Heimat Luthers frönt die Landeshauptstadt Erfurt dem Reformator mit zwei Ausstellungen: Im evangelischen Augustinerkloster – an diesem Ort betete, studierte und lehrte Luther – können Besucher die Dauerausstellung „Bibel – Kloster – Luther“ bestaunen. Sie präsentiert die Geschichte der Bibel, das Leben eines Augustiner-Eremiten-Mönches sowie die Stationen Martin Luthers in Erfurt. Im Stadtmuseum im „Haus zum Stockfisch“ hinterfragt die Jubiläumsausstellung „Barfuß ins Himmelreich? Martin Luther und die Bettelorden in Erfurt“ (18. Mai bis 12. November) Lebenssinn, Armut, Gerechtigkeit und die Rolle der Bettelorden. Die Ausstellung streckt sich zudem über authentische Wirkungsorte des Bettelordens: Predigerkloster, Augustinerkloster und Barfüßerkirche. Ein sicher faszinierendes Spektakel wird die moderne multimediale Installation „Abendmahl – abnehmender Schrecken I zunehmende Liebe“ vom 22. Mai bis 4. Juni sein. Dafür werden 95 Gesangssolisten an einer bestuhlten Tafel den Domplatz in ein besonderes Licht setzen.

Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden mit neuer Dauerausstellung

Startschuss einer bemerkenswerten Dauerausstellung auf Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden ist die am 1. April 2017 eröffnete Themenwelt „Der Schmalkaldische Bund als politischer Arm der Reformation“. Mittels modernster Technik und außergewöhnlicher didaktischer Umsetzung gewährt die neue Dauerausstellung Einblicke in den Aufstieg und den Fall des Bundes, der im Schmalkaldischen Krieg sein Ende fand.

„Der Gothaer Tafelaltar“ im Herzoglichen Museum in Gotha

Die Ausstellung „Der Gothaer Tafelaltar – Ein monumentales Bilderbuch der Reformationszeit“ wird am 30. Juli im Herzoglichen Museum von Schloss Friedenstein eröffnet. In Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart und der baden-württembergischen Landesausstellung haben die Kuratoren eine Schau erarbeitet, in deren Zentrum der Altar des Künstlers Heinrich Füllmaurers steht. Dieses Werk stellt nicht nur ein prachtvolles Objekt dar, sondern ist darüber hinaus auch ein außergewöhnlicher Versuch, einen mittelalterlichen Flügelaltar als Medium für die Reformation einzusetzen: Für die damalige Zeit ist der Gothaer Tafelaltar eine Ungeheuerlichkeit. Die 160 Bildtafeln mit Szenen aus dem Leben Christi sind mit feinen Spruchbändern versehen und folgen der Bibelübersetzung von Martin Luther aus dem Jahr 1522. Eine weitere Ausstellung im Herzoglichen Museum zeigt ab 29. Oktober „Schauplätze der Reformation“ anhand von 50 Aufnahmen des Berliner Fotografen Henning Kreitel.

Ausstellungen zu Weggefährten und Unterstützern Luthers

Weggefährten Luthers und Unterstützer der Reformation werden in Ausstellungen in Mühlhausen, Altenburg und Jena näher beleuchtet. So präsentieren die Mühlhäuser Museen bis zum 31. Oktober die Sonderausstellung „Luthers ungeliebte Brüder“ in der Kornmarktkirche. Hier werden die von Luther in Ungnade gefallenen Abweichler wieder ins rechte Licht gerückt, allen voran Thomas Müntzer als eine der interessantesten Persönlichkeiten der Reformation in Thüringen. Ebenfalls bis 31. Oktober zu sehen ist die Sonderausstellung „Georg Spalatin – Martin Luthers Weggefährte in Altenburg“ auf dem Residenzschloss Altenburg. Hier erlebt man Spalatin anhand einer Vielzahl wertvollerer Exponate und erhält Einblick in sein Wirken als Vertrauter des Kurfürsten und als Freund Luthers. Außerdem ist es gelungen, anhand eines 1545 verfassten Inventars, das Haus, vor allem aber dessen Einrichtung und Ausstattung, virtuell zu rekonstruieren. Im Stadtmuseum Jena heißt es vom 31. Oktober 2017 bis 8. April 2018: „Er tut mehr Schaden als Luther und Melanchthon: Johann Friedrich I. von Sachsen – Glaubenskämpfer und Märtyrer“. In der kaiserlicher Gefangenschaft hielt Johann Friedrich I. von Sachsen, der Begründer der Universität Jena, unbeirrbar an seinem Glauben fest, gab seinem Land Halt und wurde so zum „Märtyrer“ der Reformation.
Auch die Thüringer Kulturmetropole Weimar lädt zu einer Reise in die Reformationszeit ein: Luthers Landesherren, die Weimar zunächst als Neben- und später als Hauptresidenz wählten, waren der Grund für die häufigen Besuche des Theologen. Zu den wichtigsten Zeugnissen der Reformation in Weimar gehört der dreiflügelige Cranach-Altar in der Stadtkirche.

Es ist gleichzeitig eine berühmte Darstellung der Reformation. In der Stadtkirche ebenfalls zu besichtigen ist das Luther-Triptychon. Das dreiteilige Gemälde zeigt Luther als Mönch, als Junker Jörg und als Magister. Im Thüringischen Hauptstaatsarchiv in Weimar befinden sich bedeutende Briefbestände Luthers. Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und die Kunstsammlungen der Klassik Stiftung Weimar verwahren mehrere tausend Grafiken und Drucke aus dem 16. Jahrhundert.

Weitere Informationen zum Lutherjubiläum gibt’s am Thüringenstand und auf www.lutherland-thueringen.de

Mehr Informationen zum Reiseland Thüringen gibt’s in der Tourist Information Thüringen unter der Rufnummer 0361-37420 und im Internet auf www.thueringen-entdecken.de.

Anmeldung Pressedienst

Gerne nehmen wir Sie in unseren Verteiler für den Pressedienst "Thüringen Tipps" auf. weiter – Anmeldung Pressedienst

Pressemappe anfordern

Hier können Sie eine Pressemappe mit allgemeinen Presseinformationen anfordern. weiter – Pressemappe anfordern

Noch mehr Thüringen

"Zwitschern" Sie mit uns bei twitter oder werden Sie unser "Fan" bei facebook...

Twitter YouTube Flickr Pinterest Foursquare Yelp